DOKUMENTATIONEN
Grundlagen · Vergabeverfahren · Rechtsschutz. Zusammengestellt in der DStGB-Dokumentation No. 36.
Vorwort
Kaum ein zweites Rechtsgebiet hat sich in den letzten Jahren so intensiv fortentwickelt wie das Vergaberecht. Grund hierfür sind zum einen zahlreiche europäische Richtlinien, die die Regelungen der VOL/A, der VOB/A und auch der VOF erheblich modifiziert beziehungsweise erst in Kraft haben treten lassen.
Zum anderen hat sich das Rechtsverhältnis zwischen den Kommunen und den Bietern bei allen Auftragsvergaben oberhalb der EG-Schwellenwerte durch das am 1. Januar 1999 in Kraft getretene Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (4. Abschnitt) grundlegend geändert. Über 3 000 Nachprüfungsverfahren vor den Vergabekammern und den Oberlandesgerichten haben die Bieter allein seit dieser Zeit gegen die Auftraggeber eingeleitet. Die ordnungsgemäße Vergabe öffentlicher Aufträge ist daher aus Sicht der Kommunen schon zur Vermeidung von Nachprüfungsverfahren und damit von Investitionshemmnissen von großer Bedeutung.
Aber auch im nationalen Bereich kommt der ordnungsgemäßen Auftragsvergabe durch die Kommunen auf der Grundlage der im Jahre 2003 neu in Kraft getretenen VOL/A und VOB/A eine wachsende Bedeutung zu. Diese Bedeutung ergibt sich schon daraus, dass die Kommunen von den jährlich durch Bund, Länder und Gemeinden vergebenen Aufträgen von ca. 250 Milliarden Euro annähernd zwei Drittel vergeben. Der DStGB hat dieser Bedeutung der kommunalen Auftragsvergabe in der Vergangenheit durch folgende eigenständige Dokumentationen Rechnung getragen:
- Fragen, Antworten und Handlungsempfehlungen zum Vergaberecht(DStGB-Dokumentation Nr. 4)
- Vergabe kommunaler Entsorgungsleistungen (DStGB-Dokumentation Nr. 18)
- eVergabe öffentlicher Aufträge (DStGB-Dokumentation Nr. 21) sowie
- Korruptionsprävention bei der öffentlichen Auftragsvergabe(DStGB-Dokumentation Nr. 31).
Die jetzt vorgelegte DStGB-Dokumentation „Kommunale Auftragsvergabe“ hat ähnlich wie die erste DStGB-Dokumentation „Fragen, Antworten und Handlungsempfehlungen zum Vergaberecht“ zum Ziel, die Grundlagen des Vergaberechts auf Basis der aktuellen Rechtsentwicklung darzustellen.
Dr. Gerd Landsberg
Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes
| Aus dem Inhalt: | |||
| I. | Die Bedeutung des Vergaberechts | 2 | |
| II. | Die Entwicklung des Vergaberechts | 2 | |
| 1. | Das Entstehen des Vergaberechts | 2 | |
| 2. | Die Entwicklung nach dem zweiten Weltkrieg | 2 | |
| 3. | Die jüngeren Entwicklungen im Vergaberecht | 2 | |
| III. | Deutsches Vergaberecht als Haushaltsrecht | 3 | |
| IV. | Die Teile B der VOB und VOL | 3 | |
| V. | Umfassender Bieterschutz infolge des EG-Vergaberechts | 4 | |
| VI. | Aufbau des Vergaberechts | 4 | |
| VII. | Verpflichtung zur Anwendung des Vergaberechts bei Auftragsvergaben oberhalb der EG-Schwellenwerte | 5 | |
| VIII. | Abgrenzung von VOL/A und VOB/A | 5 | |
| 1. | Abgrenzung von VOB, VOL und VOF | 5 | |
| 2. | Abgrenzung von VOL/A und VOF | 6 | |
| a) Die Vergabe freiberuflicher Leistungen unterhalb des EG-Auftragswerts | 6 | ||
| b)Die Vergabe freiberuflicher Leistungen oberhalb des EG-Auftragswerts | 6 | ||
| IX. | Vom Vergaberecht erfasste Auftraggeber | 7 | |
| 1. Auftraggeber nach nationalem Vergaberecht | 7 | ||
| 2. Auftraggeber aufgrund des EG-Vergaberechts | 7 | ||
| X. | Nichtanwendung des Vergaberechts bei In-House-Vergaben | 8 | |
| XI. | Voraussetzungen einer ordnungsgemäßen Auftragsvergabe am Beispiel der VOL/B | 8 | |
| 1. | Planung und Finanzierung gesichert | 8 | |
| 2. | Verbot der Ausschreibung zur Markterkundung | 9 | |
| 3. | Berechnung der EG-Schwellenwerte | 9 | |
| a) Höhe der Schwellenwerte | 9 | ||
| b) Schwellenwertberechnung bei Liefer- und Dienstleistungsaufträgen | 9 | ||
| 4. | Vorrang der Öffentlichen Ausschreibung | 9 | |
| a) Öffentliche Ausschreibung | 9 | ||
| b) Beschränkte Ausschreibung | 9 | ||
| c) Freihändige Vergabe | 10 | ||
| d) Vergabeverfahren oberhalb der EG-Schwellenwerte | 10 | ||
| e) Verhandlungsverfahren als Regelverfahren bei der VOF | 10 | ||
| 5. | Beachtung der Grundsätze des Vergabeverfahrens | 11 | |
| a) Wettbewerb, Transparenz und Nichtdiskriminierung | 11 | ||
| b) Grundsatz der losweisen Vergabe | 11 | ||
| c) Die Eignungskriterien der Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Unternehmen | 11 | ||
| 6. | Vorbereitung des Vergabeverfahrens | 11 | |
| a) Zusammenstellung der Vergabeunterlagen | 11 | ||
| b) Bekanntmachung | 11 | ||
| 7. | Ordnungsgemäße Leistungsbeschreibung | 11 | |
| a) Kernpunkt des Vergabeverfahrens | 11 | ||
| b) Eindeutige und erschöpfende Leistungsbeschreibung | 12 | ||
| c) Auschreibungen einer Vielzahl von Optionen unzulässig | 12 | ||
| d) Bezeichnungen für bestimmte Erzeugnisse grundsätzlich unzulässig | 12 | ||
| e) Die funktionale Leistungsbeschreibung | 12 | ||
| 8. | Abgabe der Angebote | 13 | |
| 9. | Öffnungstermin | 13 | |
| 10. | Prüfung der Angebote | 13 | |
| 11. | Wertung der Angebote | 13 | |
| a) Zwingender Angebotsausschluss | 13 | ||
| b) "Kann"-Ausschluss | 14 | ||
| c) Eigungsprüfung | 14 | ||
| d) Angebotsausschluss wegen unangemessener Preise | 15 | ||
| e) Beauftragung des wirtschaftlichsten Angebots | 15 | ||
| 12. | Aufhebung der Auschreibung | 15 | |
| a) Kein Anspruch des Bieters auf Zuschlagerteilung | 15 | ||
| b) Aufhebungsgründe | 15 | ||
| c) Aufhebungsentscheidung im Nachprüfungsverfahren angreifbar | 15 | ||
| XII. | Vergabevermerk | 16 | |
| XIII. | Weitere Grundsätze bei der Auftragsvergabe | 16 | |
| 1. | Sorgfältige Planung und präventive Massnahmen | 16 | |
| 2. | Bündelausschreibung | 16 | |
| 3. | Veröffentlichung von Ausschreibungen | 16 | |
| 4. | Keine vergabefremden Aspekte bei der Auftragsvergabe | 16 | |
| 5. | Korruptionsprävention | 17 | |
| XIV. | Besonderheiten bei EG-Vergaben | 17 | |
| XV. | Neuregelung durch das Vergaberechtsänderungsgesetz | 17 | |
| 1. | Geltung nur oberhalb des Schwellenwertes | 17 | |
| 2. | Eckpunkte der Regelungen zum verstärkten Bieterschutzrecht | 18 | |
| a) Nachprüfungsverfahren | 18 | ||
| b) Anspruch auf Ersatz des Vertrauensschadens | 19 | ||
| 3. | Informationspflicht des Auftraggebers (§13 VgV) | 19 | |
| XVI. | Schadensersatz | 19 | |



