In diesem Blog berichtet Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, in regelmäßig von seinen Erfahrungen zum Thema "eGovernment und Verwaltungsmodernisierung".
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Barack Obamas Wahlkampf hat deutlich gemacht, welche Rolle das Internet künftig in der Politik spielen wird. Zehntausende von Unterstützergruppen bildeten sich durch das Internet. Bürger luden Nachbarn zu politischen Parties ein, sie riefen nach festgelegten Plänen Freunde und Bekannte an, um sie vom demokratischen Präsidentschaftskandidaten zu überzeugen.

In Bezug auf eGovernment zeigen sich zwischen den Wahlprogrammen der beiden US Präsidentschaftskandidaten deutliche Unterschiede. Während Barack Obama genaue Angaben über die angestrebte Entwicklung im eGovernment macht, steht bei John McCain die Entwicklung der vorhandenen technischen Strukturen im Vordergrund.

Die digitale Wirtschaft schreitet in Deutschland mit immer schnelleren Schritten voran. Internetanschlüsse werden attraktiver und schneller, preiswerte Flatrates und Breitbandanschlüsse nehmen zu. Beim E-Commerce nimmt Deutschland in Europa den ersten Platz ein.

Im Rahmen des Programms E-Government 2.0 der Bundesregierung soll das Internet stärker dazu genutzt werden, die Bevölkerung an politischen Entscheidungen zu beteiligen.

Mit einer einzigen, leicht merkbaren Rufnummer sollen Bürgerinnen und Bürger künftig einen direkten Zugang zu Auskünften über Leistungen der öffentlichen Verwaltung erhalten. Noch im Jahr 2008 ist es soweit.

Die EU-Dienstleistungsrichtlinie und damit die Einrichtung eines einheitlichen Ansprechpartners (EAP) für die Unternehmen zählen zu den TOP-Reformthemen in Deutschlands Verwaltungen. Es ist der Durchbruch für ein „One-Stop-Government“ und ein Quantensprung für eGovernment in Deutschland.

Die Vorsitzenden der Föderalismuskommission II, Peter Struck und Günther H. Oettinger, haben am 23.8.2008 ein Eckpunktepapier zur Modernisierung der Bund-Länder-Beziehungen vorgestellt. Neben den Finanzbeziehungen befasst sich das Papier auch mit der Reform des Staatsaufbaus von Bund und Ländern.

Neben der Reform der Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern befasst sich die Föderalismuskommission II auch mit der Modernisierung des Staatsaufbaues. Das Thema IT spielt dabei eine zentrale Rolle.

Bürgern und Unternehmen in Nordrhein-Westfalen wird das Suchen von Behördeninformationen erleichtert.

Bei Problemfällen unter den Kindern sollen enge Netzwerke von Schule, Jugendamt, Sozialbehörden, Polizei und Justiz gewährleisten, dass schnell gehandelt wird. So lautet eine der zentralen Antworten, der zunehmenden Jugendkriminalität zu begegnen. Der Ruf ertönt im ganzen Land.

"Ihr Antrag wurde am 30.10.2007 um 10.44 Uhr entgegengenommen.“ Diese Nachricht der Stadt Stuttgart erreichte mich, nachdem ich als Berliner Bürger über den Onlineauftritt der Baden-Württembergischen Landeshauptstadt eine Feinstaubplakette für mein Berliner Fahrzeug bestellt und 6 Euro per Karte bezahlt hatte. Ein wahrlich historisches Ereignis. Erstmals ist es möglich, im Wettbewerb eine Verwaltungsdienstleistung auch von einer anderen Kommune zu erhalten.
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11.12.2008, Berlin | 1. SimoBIT Kongress 2008 [Details]