Als im Mai 2006 der T-City-Wettbewerb für Städte zwischen 25 000 und 100 000 Einwohnern von der Deutschen Telekom AG und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund ins Leben gerufen wurde, konnte kaum jemand absehen, welch positive Resonanz dieser Wettstreit der Ideen in den teilnehmenden Städte auslöst.
Bis zum Einsendeschluss im Oktober 2006 gingen Bewerbungen aus 52 Städten mit über 1000 zukunftsweisenden Projektideen in der Bonner Telekom-Zentrale ein. Sieger des Wettbewerbs und damit die erste „T-City“ Deutschlands wurde schließlich Friedrichshafen. Seitdem wird in der Stadt der Zeppeline mit Hochdruck an der Umsetzung der Konzepte gearbeitet. Bis zum Jahr 2011 sollen die Arbeiten abgeschlossen und ein Großteil der Projekte umgesetzt sein. Das Breitband-Netz in Friedrichshafen ist mittlerweile nahezu vollständig aufgebaut und die technischen Voraussetzungen somit geschaffen.
Dass der T-City-Wettbewerb nicht nach dem „Winner takes all“-Prinzip enden sollte, war den Verantwortlichen schon bei der Kür der Siegerstadt im Februar dieses Jahres klar. Telekom-Vorstandsvorsitzender René Obermann nahm die Verleihung der Urkunde an Friedrichshafen zum Anlass, die Gründung des „Netzwerk Zukunftsstädte“ in Aussicht zu stellen: „Der unerwartet starke Rücklauf gab den Anstoß für die Idee, die 52 Teilnehmer weiter untereinander zu vernetzen, um damit gemeinsame Wege zu neuen Projektideen zu eröffnen.“ Innerhalb dieses Netzwerkes erhalten die Mitglieder die Möglichkeit, ihre Ideen und Erfahrungen im Umgang mit Zukunftsaufgaben, wegweisenden Kooperationsformen und aktivem Veränderungsmanagement mit Experten anderer Kommunen, aber auch mit Wirtschaft, Wissenschaft und Politik auszutauschen. Die Mitgliedschaft ist zunächst exklusiv für T-City-Wettbewerbsstädte vorgesehen. „Ein solches Netzwerk stellt einen besonderen Wert für alle Beteiligten dar“, stellt Dr. Gerd Landsberg, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, fest. „Schließlich arbeiten hier kommunale Akteure zusammen, die bereits bewiesen haben, dass sie in Bezug auf Leistungs- und Innovationsfähigkeit an der Spitze stehen“. Insofern handelt es sich beim „Netzwerk Zukunftsstädte“ nicht um einen Zusammenschluss unter Vielen sondern um ein Netzwerk der Sieger.
Ein Blick auf die zahlreichen innovativen Zukunftsprojekte aus den einzelnen Städten macht den besonderen Charakter des Netzwerks Zukunftsstädte deutlich. Ob nun virtueller Unterricht mittels Videokonferenzen beim Projekt „Unterricht 2.0“ in Schwäbisch Hall, die Entwicklung eines 3D-Stadtmodells in Kaiserslautern zur Nutzung in modernen Web-Anwendungen oder die Etablierung einer zentralen „Börse der guten Taten“ zur Koordination privater und ehrenamtlicher Tätigkeiten in der fränkischen Stadt Coburg – in den Zukunftsstädten wird überall in Deutschland engagiert an der Verwirklichung der entwickelten Projektideen gearbeitet. So erstaunt es auch nicht, dass mittlerweile mehr als die Hälfte der 52 T-City-Teilnehmerstädte ihr großes Engagement fortsetzen wollen und offiziell ihre aktive Mitarbeit im Netzwerk erklärt haben.
Das Netzwerk Zukunftsstädte ist auf verschiedenen Ebenen organisiert. Eine entscheidende Rolle spielt die Umsetzung der Projekte vor Ort, wo unter Einbeziehung der Bürgerschaft gemeinsam mit Politik, Wissenschaft und Wirtschaft an der Zukunft der Städte gearbeitet wird. Die so gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen sollen in das Gesamtnetzwerk einfließen und den Teilnehmern ermöglichen, vom Wissen der anderen Städte zu profitieren.
Die Kooperation im Netzwerk findet auf unterschiedliche Weise statt. Für die virtuelle Zusammenarbeit steht auf der Internet-Plattform unter www.netzwerk-zukunftsstädte.de ein passwortgeschützter Bereich zur Verfügung. Hier können die Teilnehmer weitgehend selbstorganisiert an konkreten Fragestellungen und Projekten arbeiten. Eine spezielle Software ermöglicht darüber hinaus virtuelle Konferenzen in Echtzeit.
Halbjährlich werden die Vertreter aus den Netzwerkstädten zu großen Präsenzkonferenzen zusammenkommen. Die erste Konferenz ist für Anfang 2008 in Planung. Zuvor wird es noch das offizielle Gründungstreffen des Netzwerkes am 29. November 2007 in der Bonner Telekom Zentrale geben, bei dem die Arbeitsweise vorgestellt und in Arbeitsgruppen erste konkrete Vorhaben definiert werden.
Weitere Informationen bietet die Webseite des Netzwerkes unter www.netzwerk-zukunftsstädte.de oder das Projektbüro beim DStGB (Erik Sieb, 0228/9596218, erik.sieb@dstgb.de oder Alexander Handschuh, 0228/ 9596226, alexander.handschuh@dstgb.de )
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