Innovative Vernetzung 

Schwäbisch Hall baut "Unterricht 2.0" aus 

Online sind die Schulen in Schwäbisch Hall schon lange. Aber jetzt werden die beiden Schulzentren und das Diakonie-Krankenhaus miteinander vernetzt. Das ist ein zukunftsweisender Schritt am Bildungsstandort Schwäbisch Hall.

Per Knopfdruck öffnete der Schüler Malte Mihatsch im Diakonie-Krankenhaus ein neues Kapitel in der Bildungsstadt Schwäbisch Hall. Virtueller Unterricht per Videokonferenz wird künftig das Angebot der beiden Haller Gymnasien unterstützen. Denn so können Unterrichtskurse abgehalten werden, die sonst mangels Teilnehmerzahl nicht zustande kommen würden. Auch der Fremdsprachenunterricht kann künftig im Kontakt mit Partnerschulen im Ausland intensiviert werden. Neue Lerninhalte sind kein Problem. Hier gibt es weltweit bereits verschiedenste Plattformen. So bietet das Canadian Space Center für alle Altersstufen und zu unterschiedlichen Themen Live-Kurse an. Im Berufsalltag spielen Videokonferenzen heute eine immer stärkere Rolle. Haller Schülerinnen und Schüler lernen dieses Medium jetzt frühzeitig kennen und nutzen.

„Hier hat die Stadt wirklich den Slogan Investition in Bildung mit (…) Zukunftsvision gepaart“, so die projektbetreuende Lehrerin Sybille Hellmer vom Erasmus-Widmann-Gymnasium. Die Zukunftsvision zeigt sich auch in der Unterstützung durch den Videosystemhersteller Tandberg. Für die Projektdokumentation übergab Olaf Till ein kostenloses transportables Gerät.

Durch die Vernetzung mit dem Haller Diakonie-Krankenhaus können kranke Schülerinnen und Schüler während ihres stationären Aufenthalts weiter am Unterricht teilnehmen. "Wir freuen uns sehr über dieses neue Angebot für unsere kleinen Patienten", sagte der Vorstandsvorsitzende des Krankenhauses, Pfarrer Stephan M. Zilker. „Es stellt eine sinnvolle Ergänzung zu unserer Krankenhausschule dar. Sie verpassen keine Lerninhalte und bleiben in ihrem Klassenverband integriert.“

„Dies unterstreicht das hohe Niveau unseres Bildungsangebotes in Schwäbisch Hall. Mit dieser Technik können wir das Klassenzimmer abbilden und steigen in das Tele-Learning ein“, freut sich Oberbürgermeister Pelgrim. Die neue Medien-Ausstattung wurde bereits in einer ersten Videokonferenz gleich erfolgreich getestet.

Die Idee für dieses Projekt stammt aus der Schwäbisch Haller T-City Bewerbung und wird von der Deutschen Telekom mit 50.000 Euro für das Erreichen der Endrunde unterstützt.

Das Projekt „Unterricht 2.0“ fließt als Beitrag der Stadt Schwäbisch Hall auch in das „Netzwerk Zukunftsstädte“ des Deutschen Städte- und Gemeindebundes ein. In diesem Netzwerk arbeiten die T-City Friedrichshafen und die T-City Wettbewerbsstädte zusammen, um die angestoßenen Projekte zur Stadtentwicklung mittels neuer Technologien zu unterstützen und die gewonnenen Erfahrungen untereinander auszutauschen.

Weitere Links zum Artikel:

Schwäbisch Hall auf netzwerk-zukunftsstaedte.de

www.t-city.de

Diakonie-Krankenhaus Schwäbisch Hall

Erasmus-Widmann-Gymnasium, SHa

Gymnasium bei St. Michael, SHa

Videosystemhersteller Tandberg

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