Wie wirken sich Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Stadtentwicklung aus? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Tagung „e-motion 2009“, die das Geographische Institut der Universität Bonn am 5. und 6. November organisiert hatte. Dort wurden auch neue Ergebnisse der T-City-Begleitforschung vorgestellt.
Die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen den innovativen Anwendungen der modernen Telekommunikation und der Standort- sowie Lebensqualität bestimmter Städte oder Regionen ist Thema umfangreicher Forschungsvorhaben. Dazu gehört auch die Begleitforschung zur T-City Friedrichshafen, deren neuste Ergebnisse Projektleiter Michael Lobeck vom Geographischen Institut der Uni Bonn im Rahmen der Stadtentwicklungs-Tagung „e-motion“ jetzt erstmals einem breiten Publikum vorstellte.
„Aufgrund des diesjährigen Tagungsthemas – E-Government, Governance und E-Partizipation – standen unter anderem die Online-Dienste der Verwaltung und die neue Organisationsstruktur des Bürgeramts im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen“, so Lobeck. „Alle Teilnehmer waren sich einig, dass bei E-Government zuerst die Zielgruppen mit ihren jeweiligen Bedürfnissen definiert sein müssen, bevor wir aus den neuen Technologien die entsprechenden Instrumente entwickeln.“ Ein gutes Beispiel sei das neue Bürgeramt Friedrichshafens. Effizientere Verwaltungsstrukturen, die durch neue Technologien möglich werden, erleben die Bürger vor Ort durch einfachere Prozesse und längere Öffnungszeiten.
Unternehmen nutzen Synergien
Ein weiterer Schwerpunkt der Begleitforschung ist die Befragung der in Friedrichshafen ansässigen Unternehmen. „Wie bei den Privatleuten ist der Bekanntheitsgrad von T-City auch bei den Unternehmen nochmals angewachsen“, berichtet Michael Lobeck. „Und knapp die Hälfte der Unternehmen weiß schon heute um die Chancen der gemeinsamen Projektentwicklung in T-City. Der Breitband-Ausbau wurde hier seltener genannt als im vergangenen Jahr", so Lobeck. „Doch Telekom und Stadt sollten noch mehr dafür tun, die Friedrichshafener Unternehmen in die Projekte der T-City einzubinden, damit sie die schon jetzt sehr gute Standortqualität weiter verbessern können.“
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