Experten diskutierten auf der T-City Roadshow „Intelligente Netze“ Lösungen für die Energiewende. Wie kann Nordrhein Westfalen 20 Prozent Energie bis zum Jahr 2020 einsparen? Das war das Motto der T-City-Roadshow „Intelligente Netze“, die am 9. August in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf stattfand.
Im Rahmen einer Podiumsdiskussion versuchten Christian Tögel, Contractingberater der EnergieAgentur.NRW, Tobias Zierdt, Leiter Konzeptentwicklung und Ressourcenmanagement RWE Effizienz, Sascha Bittner, Energieeffizienz-Lotse der IHK Düsseldorf, Anja Vorspel, 1. Vorsitzende des Vereins Düssel Solar sowie Franz-Reinhard Habbel, Sprecher DStGB und Sabine Bednarzik, Portfoliomanagerin Smart Energy Deutsche Telekom, Antworten auf diese Frage zu finden.
Die Podiumsteilnehmer diskutierten Vor- und Nachteile verschiedener Lösungswege. Während beispielsweise bei Privathaushalten das größte Einsparpotenzial in der energetischen Sanierung von Gebäuden liegt, können produzierende Unternehmen auch durch den Einsatz von energieeffizienteren Maschinen viel Strom und Geld sparen. Bei der Diskussion ging es jedoch nicht nur um Energieeffizienz, sondern auch darum, wie der steigende Anteil von erneuerbaren Energien im Stromnetz gemanagt werden kann.
In rund elf Jahren will Deutschland aus der Atomkraft aussteigen und den Anteil von Wind-, Wasser- und Solarenergie an der Stromerzeugung von derzeit 17 auf rund 35 Prozent anheben. Franz-Reinhard Habbel, Sprecher DStG, erklärte, dass die Energiewende nur gemeinsam mit den Städten und Gemeinden gelingen werde. Schließlich sei die Energieversorgung der Zukunft dezentral und kommunal, so Habbel.
„In der T-City Friedrichshafen haben wir schon viele Erfahrungen im Energieumfeld gesammelt, die wir gerne an andere Kommunen weitergeben möchten“, erklärte Oliver Kramer, Leiter Kommunikation bei T-City. Zum Beispiel seien bereits zwei Stadtteile Friedrichshafens flächendeckend mit intelligenten Stromzählern (Smart Metern) ausgestattet worden. Statt einer jährlichen Abrechnung könnten die Haushalte ihren Stromverbrauch nun im Viertelstundentakt abrufen und diesen entsprechend beeinflussen. Dies sei ein erster wichtiger Schritt für den Umbau der Energieversorgung, so Kramer. In Friedrichshafen werden aber auch viele andere Zukunfts-Lösungen aus den Bereichen Gesundheit, Verwaltung und Mobilität getestet. Die Teilnehmer der Roadshow konnten sich daher auch über T-City Projekte wie De-Mail, KindergartenOnline, D115, Mobilität oder Lösungen für ein längeres selbstbestimmtes Leben im Alter informieren.
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24.05.2012, Friedrichshafen | e-motion 2012: Wie wird eine Stadt zur Smart City? [Details]