Coburg ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken und gleichzeitig Sitz des Landratsamtes Coburg. Die Hochschul- und Europastadt im Norden Bayerns ist ein Oberzentrum.
Bis 1918 war die Stadt als Residenzstadt der Herzöge von Sachsen-Coburg bekannt, heute ist sie es durch die ansässige Versicherungsgruppe HUK-Coburg. Über Coburg erhebt sich die zweitgrößte erhaltene Burg Deutschlands, die Veste Coburg, auch als „Fränkische Krone“ bezeichnet.
Der Leitspruch der Stadt lautet: "Werte und Wandel".
Coburg setzt auf die „Börse der guten Taten“
Jeder hilft jedem: Im oberfränkischen Coburg wird der Begriff vom sozialen Netzwerk für direkte, schnelle und praktische Hilfe wörtlich genommen.
Die technische Basis liefert das Internet, den finanziellen Anschub Leistungen der Deutschen Telekom im Wert von 50.000 Euro Jetzt soll für die 42.000 Coburger Einwohner im Internet eine zentrale „Börse der guten Taten“ zur Koordination privater und ehrenamtlicher Tätigkeiten entstehen.
Das „Bürgernetzwerk 2.0“ beginnt als Ehrenamts- und Pflegeplatzbörse. Wer helfen will, gibt seine persönlichen Daten ein oder meldet sich direkt auf ein Inserat. Angebot und Nachfrage können über Internet oder Telefon abgerufen werden. Mobilen Anwendungen durch kabellose Datenverbindungen kommt in einem weiteren Ausbau eine besondere Bedeutung zu.
Jung hilft alt
Schon im Zuge ihrer Bewerbung hatten die Coburger dazu Beispiele formuliert. Sie deuten an, welches Potenzial eine breite und generationenübergreifende Beteiligung verschiedener Bevölkerungsschichten am öffentlichen Leben für die Verbesserung der sozialen Infrastruktur einer Stadt bietet.
• Beispiel 1: Ein älterer Mensch möchte sich eine Digitalkamera kaufen, im Internet findet er Jugendliche, die sich auskennen und nicht nur das teuerste Gerät empfehlen.
• Beispiel 2: Schüler besuchen im Unterricht die Coburger Internetseite für Nachbarschaftshilfe und freuen sich, dass auch ihre Unterstützung gebraucht wird.
• Beispiel 3: Viele alte Menschen sind nicht mehr mobil genug, um alle Einkäufe selbst zu erledigen. Ihre Wünsche geben sie deshalb im Internet ein, wo sich Coburger Schüler angemeldet haben, die gerne ihr Taschengeld aufbessern würden.
Handfeste Vorteile im täglichen Leben
Die „Börse der guten Taten“ soll nur ein Anfang sein. Geht es nach den Vorstellungen der Initiative WIR@COBURG, dann sollen „neue, gezielt auf Bedarf und Nutzen zugeschnittene Dienste und Angebote der Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts den Menschen handfeste Vorteile im täglichen Leben bieten und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen verbessern helfen.“
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16.02.2009, Berlin | 1. Netzwerktag: Starke Kommunen durch Kooperation und Innovationen [Details]