Friedrichshafen liegt am baden-württembergischen Ufer des Bodensees, im Dreiländereck Deutschland, Österreich und Schweiz. Die Stadt ist nicht nur als touristisches Ziel, sondern auch als Stadt der Zeppeline bekannt. Heute befinden sich in Friedrichshafen Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, der Autoindustrie und der Hochtechnologie.
T-City ist die gemeinsame Zukunftswerkstatt von Friedrichshafen und der Deutschen Telekom. Die Stadt am Bodensee hatte sich in einem Wettbewerb gegen 51 Bewerber durchgesetzt und wurde im Februar 2007 zur T-City gekürt. Unter dem Slogan „T-City Friedrichshafen. Wir leben Zukunft“ setzen sich beide Partner in einer weltweit einzigartigen Kooperation dafür ein, die Welt von morgen erlebbar zu machen. Zum ersten Mal arbeiten Bürger, Unternehmen, Schulen, Wissen-schaft und Medizin sowie die Stadtverwaltung an innovativen Anwendungen für den Alltag – gemeinsam in ihrer und für ihre Stadt.
Mit Hilfe modernster Informations- und Kommunikationstechnologie und ausgezeichneter Ideen will T-City das tägliche Leben für Einheimische wie Touristen, Jüngere wie Ältere, Lehrer wie Studenten, Verwaltungsfachleute wie Unternehmer erleichtern und einen spürbaren Nutzen in allen Lebensbereichen schaffen. Bis zum Jahr 2012 wird in T-City Friedrichshafen gezeigt, wie moderne Informations- und Kommunikationstechnologie die Lebens- und Standortqualität einer Stadt steigert.
Innerhalb von wenigen Monaten hat die Deutsche Telekom bis Ende 2007 Friedrichshafen mit modernster Breitband-Infrastruktur im Festnetz und Mobilfunk ausgestattet. Seitdem wurden bereits zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt. So werden in Friedrichshafen zum Beispiel die bundesweit erste Telemedizinlösung für chronisch Herzkranke sowie eine Bildungsplattform erprobt, die modernes und individuelles Lernen ein Leben lang ermöglicht. Seit 2008 können die ersten Kunden ihren Energieverbrauch im Internet per Mausklick überprüfen und so Kosten sparen sowie die Umwelt entlasten. Im Juni 2009 wurden in Friedrichshafen neun Zukünftler-Haushalte gekürt. 548 Haushalte hatten sich beworben. Die Zukünftler dürfen ein Jahr lang kostenlos modernste Informations- und Kommunikationstechnologien sowie T-City-Projekte in den eigenen vier Wänden testen. Auf www.wir-leben-zukunft.de berichten sie regelmäßig über ihre Erfahrungen. Und im Oktober 2009 startete in Friedrichshafen die Pilotphase für die neue, rechtsverbindliche Online-Kommunikation (De-Mail).
Für die Deutsche Telekom ist T-City ein einzigartiges, innovatives Leuchtturmprojekt mit besonderer Tragweite: T-City hat Modellcharakter und gibt wichtige Impulse für die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen sowie die Modernisierung der Verwaltung anderer Regionen und Kommunen in Deutschland und Europa. „In Friedrichshafen demonstrieren wir, was wir unter der Gemeinschaftsleistung eines innovationsfreundlichen, integrierten Telekommunikationskonzerns verstehen“, sagt Telekom-Chef René Obermann
Der Kür von Friedrichshafen zur T-City ging ein Wettbewerb der Ideen voraus. Alle deutschen Städte zwischen 25.000 und 100.000 Einwohnern waren aufgerufen, an dem Wettbewerb teilzunehmen und ihre innovativen Ideen einzubringen. 52 Städte gaben schließlich ihre Bewerbung ab. Eine unabhängige, hochkarätig besetzte Jury begutachtete die Teilnehmer. Am 21. Februar 2007 stand Friedrichshafen als Gewinnerstadt fest. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund unterstützt das Projekt von der ersten Stunde an.
Viele spannende und nutzbringende Projekte sorgen in T-City dafür, die Lebens- und Standortqualität Friedrichshafens mithilfe modernster Telekommunikations- und Informationstechnologie nachhaltig zu steigern.
Bis 2012 sollen in Friedrichshafen praktisch nutzbare Telekommunikationsanwendungen entwickelt und erprobt werden, die den Bürgern das Leben ein Stück einfacher, komfortabler und interessanter machen und für Unternehmen einen fruchtbaren Boden für Innovationen schaffen. Mit den Projekten werden Zukunftsideen realisiert, die T-City zum Modell für eine gut vernetzte Gesellschaft machen. Die einzelnen Projekte und Angebote beziehen sich auf unterschiedliche Bereiche des Lebens in der Stadt und sind in sechs übergreifende Projektfelder unterteilt:
Zum Projektfeld „Lernen und Forschen“ gehört die Bildungsplattform Edunex. Dieses schulübergreifende Angebot ermöglicht Schülern und Lehrern unter anderem, flexibel auf unterschiedliche Inhalte zuzugreifen, beispielsweise um Unterrichtsstunden vorzubereiten oder Hausarbeiten zu erledigen.
Im Projektfeld „Mobilität und Verkehr“ ermöglicht der GPS-Hilferuf eine automatische Ortung von Wassersportlern in Seenot: Im Notfall können die Wassersportler mit einer einzigen Handy-Berührung die zuständige Rettungsleitstelle alarmieren.
Projekte, die nicht nur Bürgern, sondern auch Besuchern von Friedrichshafen nützen, sind im Projektfeld „Tourismus und Kultur“ zusammengefasst. Mit dem Tourismusportal lassen sich Reisen nach Friedrichshafen komfortabel online planen. Zudem können sich ortsfremde Besucher problemlos und selbständig an den Multimediaterminals im Stadtgebiet über Servicedienste und touristische Angebote kundig machen. Zehn dieser Stationen ermöglichen hörgeschädigten Menschen, über einen Gebärdensprachdolmetscherdienst zu telefonieren. Allen Kunden von T-Home Entertain bietet SZ NEWS, der webbasierte Infotainmentkanal der Schwäbischen Zeitung, aktuelle Nachrichten und Videos aus der Bodenseeregion sowie der ganzen Welt. Und der digitale Bilderrahmen empfängt mit einem eingebauten Mobilfunk-Modul Digitalfotos über das T-Mobile Netz.
Das Projektfeld „Bürger und Staat“ setzt sich mit eGovernment dafür ein, Verwaltungsprozesse für die Bürgerinnen und Bürger zu vereinfachen. Statt persönlich „auf dem Amt“ zu erscheinen, können sie bald viele Angelegenheiten online erledigen.
Innovative Lösungen im Bereich mobiles Arbeiten gehören zum Projektfeld „Wirtschaft und Arbeit“. Mit Paper, Pen & Phone können mobile Mitarbeiter handschriftliche Informationen von unterwegs aus medienbruchfrei an den Server ihrer Firma übertragen – egal, wo auf der Welt sie sich gerade befinden. Das nachträgliche Scannen und händische Eingeben von Verträgen, Notizen oder Formularen entfällt damit. Smart Metering, das ebenso zum Projektfeld „Wirtschaft und Arbeit“ gehört, ermöglicht es den Einwohnern Friedrichshafens, über intelligente Energiezähler ihren Strom- und Gasverbrauch komfortabel übers Internet abzulesen und Stromfresser in ihrem Haushalt zu identifizieren.
Im Projektfeld „Gesundheit und Betreuung“ erleichtert das Telemedizinsystem Motiva den Alltag von Herzinsuffizienz-Patienten. Mit dem System übermitteln sie Vital-Daten wie zum Beispiel Puls, Blutdruck und Gewicht über ein mobiles Messgerät aus ihrer Wohnung zu einem medizinischen Versorgungszentrum – und sparen so Zeit und Wege bei gleicher Betreuungsqualität.
Weitere Informationen zu T-City gibt es unter www.t-city.de
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